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Der Hirnschlag

Was ist ein Hirnschlag?

Der Hirnschlag – auch Schlaganfall genannt –stellt die dritthäufigste Todesursache, nach den Herz- und Krebserkrankungen in den westlichen Ländern dar und ist die häufigste Ursache für eine im Erwachsenenalter erworbene Behinderung. Ca. 15'000 Menschen pro Jahr (ca. 40/Tag) erleiden einen Hirnschlag in der Schweiz. Die Mortalität liegt bei 25% im ersten Jahr. Es handelt sich um eine plötzliche Funktionsstörung einer mehr oder weniger ausgedehnten Region des Gehirns, bedingt durch eine Durchblutungsstörung oder eine Blutung im Gehirn. Bei rund 85 % der Betroffenen ist der Hirnschlag durch eine Durchblutungsstörung bedingt („Ischämie“), bei circa 15 % liegt eine Blutung („Hämorrhagie“) vor.

Wie häufig tritt ein Hirnschlag auf?

Die Zahlen für das erstmalige Auftreten eines durch eine Durchblutungsstörung bedingten Hirnschlags liegen in der Schweiz bei circa 140 Fällen von 100‘000 pro Jahr, wobei die Rate bei Frauen etwas höher ist als bei Männern. Die altersspezifischen Zahlen für das erstmalige Auftreten (die sogenannte Inzidenz) eines ischämischen Hirnschlags verdoppeln sich nahezu alle 10 Jahre: sind um das 44. Lebensjahr noch circa 17 von 100‘000 pro Jahr betroffen, so steigt die Inzidenzrate bei den über 85-Jährigen auf 1034 von 100‘000 pro Jahr an.

Was sind die typischen Zeichen eines Hirnschlags?

Je nach betroffener Hirnregion kann es zu Sprachstörungen (undeutliche Sprache oder Sprachverständnisstörungen), Sehstörungen (Doppelbilder, „Schwarzwerden vor einem Auge“, halbseitige Gesichtsfeldstörungen), Gefühlsstörungen oder Schwächen einer Gesichtshälfte, eines Armes, eines Beins oder einer ganzen Körperseite kommen; daneben können Schwindel, Schluckstörungen, Wahrnehmungsstörungen und Beeinträchtigungen der Koordination und des Gehens auftreten. Kopfschmerzen sind kein typisches Zeichen eines Hirnschlags, können aber je nach Lokalisation der Durchblutungsstörung und insbesondere auch bei Hirnblutungen auftreten.

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